«Aktionsplan Wohnungsknappheit» des Bundes – erste Umfrage liegt vor

Die Ergebnisse der ersten Umfrage zum «Aktionsplan Wohnungsknappheit» des Bundes liegen vor. Die Bilanz ist ernüchternd. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt habe sich verschlechtert. Der Aktionsplan wird als nur bedingt geeignet angesehen, Abhilfe zu schaffen.

Zur Einnerung: Der Aktionsplan entstand als Resultat eines runden Tisches, den Bundesrat Guy Parmelin 2024 einberufen hatte, um das Wohnungsproblem anzugehen. Der Plan enthält mehr als 35 Massnahmen, die in folgende drei Themenbereiche gegliedert sind:

  1. Innentwicklung erleichtern und qualitätsvoll umsetzen
  2. Verfahren stärken und beschleunigen
  3. Genügend preisgünstigen und bedarfsgerechten Wohnraum sicherstellen

Nun wurde im Frühling dieses Jahres eine erste Umfrage zum Aktionsplan und der Entwicklung des Wohnungsmarktes durchgeführt. Die Resultate stimmen nachdenklich.

Wenig erstaunlich sind 84 % der Befragten der Meinung, dass die Nachfrage das Wohnungsangebot übersteigt. Alle Befragten schätzen die aktuelle Lage als eher kritisch ein, mit Tendenz zur Verschlechterung. Dadurch könne der soziale Zusammenhalt gefährdet werden.

Mittelmässige Noten werden der Umsetzung des Plans wie auch seiner Eignung als Instrument zu Verbesserung der Situation gegeben.

Von den ursprünglich im Aktionsplan vorgeschlagenen Massnahmen wurde erst eine Überarbeitung der Darlehensbedingungen für den Fonds de Roulement abgeschlossen. 18 Massnahmen sind in Arbeit.

Grösste Unzufriendheit äusserten, angesichts der Brisanz wenig überraschend, die Städte und die Genossenschaften.

Bei wichtigen Themen ist aktuell nur schwer abzuschätzen, ob die Arbeiten Früchte tragen und zu einer Entspannund der Situation beitragen werden. So sind etwa in Arbeit:

  • Durchlässigkeit und Durchmischung von Arbeits- und Wohnzonen erleichtern
  • Offensichtlich missbräuchliche Einsprachen in Planungs- und Baubewilligungsverfahren reduzieren Gemeinden bei der Erarbeitung von Strategien zur räumlichen Entwicklung unterstützen

Keine Angaben gibt es jedoch bisher zu:

  • Ausnützungsziffern erhöhen oder Grenzabstände reduzieren
  • prüfen und gegebenenfalls Anpassen der kommunalen Zonenpläne

Die nächste Umfrage, die den Stand der Umsetzung der Massnahmen erfassen wird, ist für 2026 vorgesehen.

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