Die Basler Regierung will das Bauen wieder erleichtern

Seit 2022 kennt Basel einen Mietpreisdeckel. Die Stossrichtung: Wer eine Liegenschaft saniert, darf danach den Mietzins nicht einfach erhöhen. Hausbesitzer oder Liegenschaftsverwalter müssen die Sanierungskosten zuerst einer Kommission vorlegen.

Nach drei Jahren zeigt sich nun: Die Sanierungen – insbesondere die energetischen Sanierungen – sind stark rückläufig. Vermieterinnen und Vermieter halten sich zurück, weil sie die Kosten nicht auf die Mieter abwälzen können und der bürokratische Aufwand hoch ist. Darüber hinaus ist die Zahl der neu erstellten Wohnungen 2024 um 80 Prozent eingebrochen.

 

Neuerstellte Wohnungen Basel-Stadt

 

Quelle: Statistisches Amt Basel-Stadt, Gebäude- und Wohnungsstatistik (zuletzt geändert: 25.03.2025)

 

Nun reagiert die Basler Regierung und lockert einen Teil der Bestimmungen. Regierungspräsident Conradin Cramer (LDP) sagt gegenüber SRF: «Die aktuelle Situation ist für alle Seiten unbefriedigend.» Einen Sanierungsstopp könne und wolle man sich als Stadt nicht leisten.

Ähnliches fordert im Kanton Zürich die «Wohnschutz-Initiative», die der Zürcher Regierungsrat ablehnt. Regierungsrätin Carmen Walker Späh ist klar der Meinung: «Die «Wohnschutz-Initiative» ist kontraproduktiv.»Sie trage längerfristig zur Verknappung von Wohnraum bei, lasse die Preise weiter steigen und würde den Zustand vieler Wohnungen aufgrund ausbleibender Sanierungen langfristig verschlechtern.

 

Mehr zur Lockerung des Wohnschutzes durch die Basler Regierung im SRF-Beitrag.