«Die Wohnungsnot in den Städten ist kein Naturgesetz»
Mit Paolo Di Stefano, Real-Estate-Chef Schweiz beim Lebensversicherer Swiss Life, äussert sich in der öffentlichen Debatte um das Wohnungsangebot erstmals ein grosser privater Akteur. Im Tages-Anzeiger sagt er: «Die Wohnungsnot in den Städten ist kein Naturgesetz.»
Um die Wohnungsknappheit zu lindern und die Mietpreisentwicklung zu dämpfen, müsse vor allem eines geschehen: Es müsse mehr gebaut werden. Aber dazu müsse man Investoren auch bauen lassen. Gleichzeitig gälte es, querulatorischen Einsprachen den Riegel zu schieben. Denn wenn lange Verzögerungen drohten, verzichte man teilweise auf neue Wohnungen.
Ebenfalls äussert sich Paolo Di Stefano zu den rund 800 Millionen Franken, welche die Swiss Life 2025 in den Schweizer Bestand investieren will: Die Investitionen dienten dazu, langfristig qualitativen Wohnraum in allen Preiskategorien zu erhalten. Zudem werde die Substanz erneuert, der Wohnraum den heutigen und künftigen Bedürfnissen angepasst und CO₂ reduziert.
Dabei erfolgten drei Viertel der Sanierungen, Umbauten und Erweiterungen im bewohnten Zustand, Kündigungsfristen würden verlängert, Mieter früh informiert und bei der Wohnungssuche unterstützt. Die Erfahrung zeige, dass sich so fast immer tragbare Lösungen finden liessen.


