Genf ist das falsche Vorbild
Eine vom Bundesamt für Wohnungswesen in Auftrag gegebene Studie der ETH will für die Agglomeration Genf belegen, dass dort mehr Wohnraum fast ohne Verdrängung der bestehenden Mieter entsteht. Zürich hingegen wird als Negativbeispiel dargestellt. Doch: Die Studie greift zu kurz!
In seinem Gastkommentar in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zeigt Dr. Marco Salvi, Senior Fellow und Forschungsleiter Chancen-Gesellschaft bei Avenir Suisse, auf, dass Genf vor allem deshalb besser abschneidet, da dort in den letzten Jahren und nach jahrzehntelanger Planung grosse Industrieflächen umgenutzt wurden.
Zürich hingegen schöpft sein Wachstum bei Wohnraum in erster Linie aus dem Bestand von bereits bebautem Land – eine Folge der Zürcher Raumplanung, die Verdichtung forcieren will. Dabei führen Ersatzneubauten zu Abrissen und damit zu Leerkündigungen.
Salvi hält fest: «Würde man in Genf aber so viel nach «innen» entwickeln, wie dies in Zürich (oder auch in Basel) geschieht, wäre diese Zahl deutlich höher.»
Mehr dazu im Gastkommentar in der NZZ.


